Grundwassermanagement und Bauschäden

Adresse: 
Schwarzwaldstraße 69, 79117 Oberau Freiburg im Breisgau

Guten Tag,
im Zuge des Tunnelbaus, wurde in den 90ern der Grundwasserspiegel abgesenkt. Der somit verringerte Gegendruck verursachte Lockerungen des Bodens in Tiefen zwischen 0,5 und 5 Metern. Dies führte dazu, dass die Gebäude im Bereich, nördlich des Ausgangs stadteinwärts, teilweise erhebliche Setzungsschäden davon getragen haben. Hiervon sind insbesondere die älteren Gebäude an der Schwarzwaldstrasse betroffen.
Weiterhin führten die Tiefbauarbeiten zu solchermaßen starken Erschütterunge, dass es vielerorts zu Rißen in den Mauerwerken kam.

Ohne Frage wird eine fertige Tunnelverlängerung der lokalen Lebensqualität zuträglich sein, jedoch bringt das wenig, wenn die Baumaßnahmen den teilweise denkmalgeschützten Gebäudebestand weiter gefährden.
Meine Frage an das Planungsteam lautet daher,
- wie wird mit dem Thema umgegangen?
- Welche Lösungsansätzte wurden beim "alten" Tunnel diskutiert (die Pläne sind unter Verschluß), bzw. wie werden diese auf die aktuelle Situation angepasst?
- Wie werden die Anwohner/Eigentümer/Gebäude gegen Schäden durch die Baumaßnahmen an sich bzw. die folgen weiterer Umwelteingriffe geschützt?

MFG
Der Lon

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Redaktionskommentar

Sehr geehrter Lon,

in dem von Ihnen angesprochenen Bereich der Tunnelausfahrt des Schützenalleetunnels wurde im Zuge der Baumaßnahme das Grundwasser nur punktuell, z.B. für Leitungsverlegungen, abgesenkt. Eine großflächige Grundwasserabsenkung erfolgte nur im Bereich des Kappler Tunnels und der Galerie zwischen den beiden Tunneln.
Dessen ungeachtet erfolgte vor Beginn der Baumaßnahme eine Beweissicherung der im Einzugsbereich der Baustelle befindlichen Gebäude durch einen vereidigten Sachverständigen. Der hierbei festgestellte Zustand wurde u.a. fotografisch dokumentiert und bei Bedarf während der Baumaßnahme, ansonsten nach Abschluss der Bauarbeiten überprüft und das Ergebnis in einem Abschlussbericht festgehalten.
In diesem Zuge wurden uns keine gravierenden Schäden angezeigt und auch keine festgestellt. Die Unterlagen sind nicht unter Verschluss und können eingesehen werden. Darüber hinaus wurden einzelne Gebäude, wie z.B. die Maria-Hilf-Kapelle oder der Kindergarten, unterfangen, um Setzungen zu verhindern.
Für den Bau des Stadttunnels ist eine analoge Vorgehensweise mit einer Beweissicherung vor Beginn der Baumaßnahme und der Unterfangung setzungsgefährdeter Gebäude geplant. Sollten dennoch Schäden auftreten, so werden diese durch uns als Verursacher wieder beseitigt bzw. die Kosten hierfür übernommen.

Freundliche Grüße
Alexander Krüger
- PL Stadttunnel Freiburg -